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Rekorde aus der Pflanzenwelt

 

 

Superlative der Pflanzenwelt

 

Die älteste Pflanze ist der Klon („Königsklon“) einer Kreosotpflanze (Larrea tridentata), der in Südwest-Kalifornien entdeckt wurde. Prof. Frank C. Vasek schätzte 1980 das Alter des Klons auf 11700 Jahre. Krustenflechten, die im Extremfall einen Durchmesser bis zu 500mm haben können, sind möglicherweise genauso alt.

 

Antarktische Flechten, die einen Durchmesser von mehr als 10cm haben, sind wahrscheinlich über 10000 Jahre alt. Davon jedenfalls gingen Schätzungen im Jahr 1981 aus.

 

Eine 120 Millionen  Jahre alte, nur 2,5cm hohe Versteinerung haben die amerikanischen Wissenschaftler Leo Hickey und David Taylor als älteste bisher bekannte Blume identifiziert. Das vor zehn Jahren im Südosten Australiens in Koonwarra gefundene Fossil gibt hinweise darauf, dass die Blütenpflanzen der Erde bescheidene Ursprünge hatten, als bisher allgemein von der Wissenschaft angenommen.

 

Bislang war vermutet worden , dass die Urahnen unser heutigen Blütenpflanzen magnolienartige Büsche oder baumartige Gewächse mir äußerst prachtvollen Blüten waren. Die Blüten dieses Fossils sind jedoch nur 25mm groß und zusammen mit winzigen Beeren an einem kleinen Zweig aufgereiht. Nach Ansicht der Forscher gehörte dazu eine 15-30cm hohe Pflanze, die dem heutigen schwarzen Pfeffer geähnelt haben muss. Hickey und Taylor waren 1988 auf ein Bild dieser australischen Versteinerung gestoßen. Mittels hochauflösender Bilder bestimmten sie das Fossil als Teil eines Angiospermas, eines Bedecksamers.

 

Die älteste Topfpflanze der Welt und vielleicht auch die seltenste Pflanze ist das einzigartige Farngewächs Encephalartos altensteinii, das im Jahr 1775 auf Südafrika importiert wurde und heute in den Königlichen Botanischen Gärten von Kew, Surrey (GB), gedeiht.

 

Das schwerste Lebewesen auf der Erde ist der größte bekannte Riesenmammutbaum (Sequoiadendron giganteum) namens „General Sherman“ im Sequoia-Nationalpark in Kalifornien (USA). Er ist 83,8m hoch und hatte 1989 in 1,4m Höhe über dem Erdboden einen Umpfang von 25,1m.

 

Seltenste Pflanzen: Jedes Jahr entdeckt man Pflanzen, von denen man geglaubt hatte, sie wären ausgestorben, und von vielen Pflanzen sind überhaupt nur noch einzelne Exemplare bekannt. Das letzte erhaltene exemplar der Farnpflanze Encephalartos woodii gedeiht in den Königlichen Botanischen Gärten von Kew, Surrey (GB). Das einer Palme ähnliche tropische Gewächs gehört zu einer Gattung, die vor 65-225 Millionen Jahren verbreitet war. Möglicherweise ist dieses lebende Fossil, ein weibliches Exemplar, eine Hybride der Farnpflanze Encephalarthos altensteinii, die gleichfalls in Kew wächst (s.a. „Älteste Topfpflanze“).

 

Der seltenste Baum ist auf den Maskarenen im indischen Ozean heimische Palme der Gattung Hyophorbe, von der es nur fünf Arten gibt, die allesamt als gefährdet gelten, insbesondere die Mauritiuspalme (Hyophorbe amaricaulis), von der nur noch ein einziges Exemplar im botanischen Garten Curepipe auf Mauritius existiert. Versuche, neue Pflanzen dieser Art zu ziehen, sind bisher fehlgeschlagen, und so steht sie vor dem sicheren Aussterben.

 

Die größte blühende Pflanze ist eine riesige chinesische Glyzine in Sierra Madre, Kalifornien (USA). Sie wurde 1892 gepflanzt und hat jetzt 152m lange Zweige. Sie bedeckt fast 0,4ha, wiegt 228t und hat während ihrer fünf Wochen andauernden Blütezeit schätzungsweise 1,5 Millionen Blüten. Ca. 30000 bezahlende Besucher bewundern in dieser zeit die Blütenpracht.

 

Die kleinste blühende Pflanze ist das schwimmende Wasserlinsengewächs Wolffia angusta Australiens, das 1980 beschrieben wurde. Es ist nur 0,6mm lang und 0,33mm breit. Es wiegt ganze 0,00015g. Die Samenkörner sind eine noch schwerer vorstellbare Winzigkeit: Sie wiegen jeweils 0,00007g.

 

Die kleinste regelmäßig in Deutschland blühende Pflanze gehört der Primelfamilie und heißt Centunculus minimus. Ein einzelner Samen wiegt 0,00003g.

 

Die größte fleischfressende Pflanze:  Fast 2m hoch wird die erst 1987 entdeckte größte fleischfressende Pflanze Heliamphora tataei. Abgeschlossen von der übrigen Welt, wächst sie im Urwald Venezuelas auf dem Marahuaca Tempui. Hier wurde auch zugleich die größte Ansammlung fleischfressender Pflanzen überhaupt entdeckt. Sie ernähren sich allerdings nur von kleinen Insekten und Wirbellosen.

 

Nördlichste Pflanzen sind der gelbe Mohn (Papaver arctica) und die arktische Weide (Salix arctica). Beide überleben – letztere recht verstümmelt – auf dem nördlichste Gebiet (83°N).

 

Südlichste Pflanzen sind Flechten, die der Rhinodina frigida ähnlich sind. Sie wurden im Moraine Canon (86°S, 157°W) im Jahr 1971 und im Gebiet der Horlickberge (86°S, 131°W) im Jahr 1965 in der Antarktis entdeckt.

 

Die südlichsten blühenden Pflanzen sind das antarktische Haargras (Deschampsia antarctica) und die Nelkenart Colobanthus crassifolius. Das blühende Haargras wurde am 11. März 1981 auf der Insel Refuge (68°S) entdeckt, die Nelke hatte auf der Antarktisinsel Jenny in der Margaret Bay (65°S) in der Blüte gestanden.

 

Die höchste Höhe, in der noch eine blühende Pflanze gefunden wurde iat 6400m. In dieser Höhe gibt es auf dem auf der Grenze von Tibet (China) und Indien gelegenen Kamet (7756m) die 1955 von N.D.Jayal gefundenen Ermania himalayensis und Ranunculus lobatus.

 

Die größte Tiefe, in der eine Pflanze gedeiht, ist 269m, wie Mark und Diane Littler im Oktober 1984 vor der Insel San Salvadore (Bahamas) feststellten. Die kastanienbraune Alge, die sie fanden, überlebt in dieser Tiefe, obwohl die Sonne dort bereits 99,9995 Prozent ihrer Kraft eingebüßt hat.

 

 

Die tiefsten Wurzeln gruben sich 120m tief ins Erdreich. Es handelte sich um einen wilden Feigenbaum in Echo Caves bei Ohrigstad (Südafrika).

Eine Winterroggenpflanze (Secale cereale) hat einmal 622,8km Wurzeln in 0,051m³ Erde getrieben.

 

Das schnellste Wachstum unter den Pflanzen legen einige der 45 Arten der Bambusgräser an den Tag. Sie schießen pro tag bis zu 91cm in die Höhe, was einer Geschwindigkeit von 0,00003km/h entspricht.

 

Schlimmste Unkräuter: Das hartnäckigste Unkraut ist die Salvinia auriculata, eine in Afrika vorkommende Art Wasserfarn. Man entdeckte es, als im Mai 1959 der Karibasee (Sambia) gefüllt wurde. Bis zum Jahr 1963 hatte es bereits 1002km² überwuchtert.

Die schlimmsten Unkrautarten sind unter anderem Bermudagras, gewisse Schilfarten, die Reisquecke, das kletternde Labkraut, Johnsongras, Guineagras, Cogongras und die Lantane.

 

Die am meisten verbreitenden wilden Getreide sind die Haferarten Avena fatua und Avena ludoviciana. Die Samen dieser Arten können 15 Minuten lang Temperaturen bis 115,6°C aushalten.

 

Die größte Ausbreitung durch klonare (vegetative) Vermehrung erreicht eine Heidelbeerenart (Gaylussacia brachycera). Von diesem immergrünen, strauchförmigen Gewächs, das sich wie ein Teppich ausbreitet, wurde 1796 zum ersten Mal berichtet. Eine mehr als 100 Morgen große Heidelbeerkolonie wurde am 18. Juli 1920 in der Nähe des Flusses Juniata in Pennsylvania (USA) entdeckt. Die Keimzelle zu dieser Kolonie war schätzungsweise 13000 Jahre zuvor gelegt worden.

 

Die größte Schusterpalme (Aspidistra) der Welt gehört Cliff Evans aus Kiora, Moruya (Australien). Im April 1983 maß sie 142m.

 

Der größte Baumsschwamm war ein 142x94cm großer Oxyporus nobilissmus, der mindestens 136kg wog und 1946 von J.Hisey im Staat Washington (USA) gefunden wurde.

 

Der größte Kaktus der Welt ist der Saguaro (Cereus giganteus oder Carnegiea gigantea), der in Arizona und Kalifornien (USA) sowie in Mexiko vorkommt. Die grüne, kannelierte Stammsäule trägt kronleuchterartige Zweige, die bei einem Exemplar, das am 17. Januar 1988 in den Moricopa-Bergen in der Nähe von Gila Bend, Arizona, gefunden wurde, 17,67m in den Himmel ragen.

24m hoch war nach Angaben des Amerikaners Hube Yates im April 1978 ein astloser Kaktus in Cave Creek (Arizona). Im Juli 1986 wurde der schätzungsweise 150 Jahre alte Kaktus von einem Sturm umgerissen.

 

Der größte Weinstock wurde 1842 in Kalifornien (USA) gepflanzt. Vor 1900 gab es Jahre, in denen er 9000kg Trauben trug. Der normale Jahresdurchschnitt lag bei 7000kg. 1920 ging er ein. Eine einzige Weintraube (kernlose Rote Thomson), die im Mai 1984 in Santiago (Chile) gepflückt wurde, wog 9,4kg – auch dies ein Rekord. 2300,16kg Trauben erntete 1990 Lesilie Stringer aus Dartford, Kent (GB), von einem rebstock, der 1979 gepflanzt worden ist. Der „Dartforter Wunderwein“ ging aus dem Reis eines Stockes hervor, der 1962 in Banstead, Surrey (GB), gesetzt worden war.

 

Das größte Weinanbaugebiet erstreckt sich in Frankreich zwischen der Rhône und den Pyrinäen in den Departements Hérault, Gard, Aude und Pyrénées Orientales. Es hat eine größe von 840000ha, wovon 52,3 Prozent nur für den Weinanbau genutzt werden.

 

Nördlichster Weinberg: In Sabile (Lettland) gibt es den nördlich von 57°N noch einen Weinberg.

 

Das nördlichste Weinanbaugebiet Europas liegt zwischen Unstrut und Saale mit den Zentren Freiburg und Bad Kösen (Sachsen-Anhalt) südwestlich von Leipzig. Hier wurde neben Weinen auch der Rotkäppchen Sekt produziert. Der Weinbau radebeul bei Dresden (Sachsen) hat eine Anbaufläche von 88ha.

 

Der nördlichste Weinberg Deutschlands ist ein Pfarrgarten auf der nordfriesischen Insel Sylt. Der Weinbau erfolgt zum Eigenbedarf.

 

Der südlichste kommerziell genutzte Weinberg befindet sich in Zentral-Otago, South Island (Neuseeland). Die Rebstöcke liegen südlich von 45°S. Das Weingut Renton Burgess, südlich von Alexandra, South Island, ist auf  44°S zu finden.

 

Der südlichste Weinberg Deutschlands liegt bei Lindau (47°) am Bodensee in Bayern.

 

UNO-Weingarten Auf 2000jährigem historischem Grinzinger Rebengrund haben bis mai 1992 bereits 6655 Rebstöcke Besitzer im In- und Ausland aus 42 Nationen gefunden. 1979 wurde die Grinzinger Weinstock-Aktion ins leben gerufen, um den Wiener Weinort Grinzing vor der Bebauung zu retten und „Grün statt Beton“ der Nachwelt zu erhalten.

 

Längste Algen: Immer wieder hört man, dass in Feuerland Algenarten existieren sollen, die Längen zwischen 180 und 300m erreichen. Doch liegen exakte Messungen nicht vor.  Wissenschaftlich registriert wurden Längen von 60m beim Riesenblatt-Tang (Macrocystis pyrifera), der im Pazifik vorkommt. Er wächst bis zu 45cm am Tag.

 

Das größte Lebewesen – ein Pilz: Der größte lebende Organismus ist das Fadennetz eines Pilzes der Art Armillaria bulbosa, dessen Entdeckung Wissenschaftler der Unsiversität von Toronto (Kanada) und der technischen Universität von Michigan (USA) am 2. April 1992 bekannt gaben. Der in den Wäldern von Michigan gefundene Riesenpilz hat sich aus einer einzigen Spore entwickelt, die vor mindestens 1500 Jahren befruchtet wurde. Er bedeckt eine Fläche von mehr als 15ha und hat ein geschätztes gewicht von über 100t, lässt sich also mit dem von Blauwalen vergleichen. Die Riesenmammutbäume (Sequoiadendron giganteum) erreichen zwar ein größeres Gewicht, bestehen aber zum Teil aus totem Holz. Der Pilz versteckt sich fast vollständig im Boden. Das Schwergewicht ernährt sich von abgestorbenen Holz und Wurzeln und wächst dabei maximal 20cm pro Jahr. In der Wildnis den US-Staates Washington haben Wissenschaftler im Mai 1992 einen zweiten gigantischen Pilz entdeckt, der den Riesen von Michigan noch weit übertrifft – einen Killer-Pilz. Er wuchert auf einer Fläche von 600ha. Und er ist bösartig. Er kann ganzen Wäldern den Tod bringen. Der Pilz (Armillaria ostoyae) ist 400-1000 Jahre alt.

 

Die Alge, die in der größten Tiefe gedeiht, ist eine kastanienbraune Art. Mark und Diane Littler aus den USA haben sie im Oktober 1984 vor San Salvadore (Bahamas) noch 269m unter dem Meeresspiegel entdeckt. Obwohl das Sonnenlicht in so einer derartigen Tiefe 99,9995% seiner Kraft eingebüßt hat, kann die Alge überleben.

 

Die höchste Hecke der Welt ist die Meikleour-Rotbuchenhecke im schottischen Perthshire, die im Jahr 1746 von Jean Mercer und ihrem Ehemann Robert Murray Nairne gepflanzt worden war. In gestutzem Zustand ist die 550m lange und kegelförmig gestaltete Hecke zwischen 25,4 und 36,6m hoch. Geschnitten wird sie etwa alle 10 Jahre. Zuletzt war dies 1988 der Fall – eine Arbeit, die sechs Wochen in Anspruch nahm.

 

Das kleinste alle Moose ist das Schwindelmoos (Ephemerum) und das längste das Ouellmoos (Fontinalis), das in fließendem Wasser 91cm lange Sprosse entwickelt.

 

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